Neuwagenkauf: Müssen wir uns von Autogas verabschieden?

Mittwoch, 11. Juli 2018

Unser umgerüsteter Skoda Octavia hat seine 200.000 Kilometer überschritten und wird 9 Jahre alt. Also sieht man sich nach einem neuen, geräumigeren Familienfahrzeug um. Wir haben uns da den SEAT Alhambra ausgesucht und wollten nach der Verlängerung des Steuervorteils für Autogas bis 2022 natürlich auch weiterhin mit LPG fahren. Doch unser Umrüster machte uns einen Strich durch die Rechnung und der Opel Zafira mit Autogas ab Werk kam bei der Familie nicht so gut an.

Was wird aus Autogas?

Die Frage muss man sich derzeit echt stellen. Galt LPG lange Zeit als Kraftstoffalternative, da das Tankstellennetz im neuen Jahrtausend immer dichter wurde, so sind es nun die Hersteller, die dem Flüssiggas die kalte Schulter zeigen. Doch auch der im vorherigen Satz verlinkte ADAC zeichnet nun in Langzeitstudien ein düsteres Bild:

Problemlos verlief der Dauerbetrieb bei keinem der Umrüst-Fahrzeuge.”

Das lässt tief blicken und erinnert mich an die Probleme die ich dereinst mit meinem Umrüstfahrzeug hatte.

Doch wenn man nicht mehr umrüsten soll und gleichzeitig kaum mehr Fahrzeuge ab Werk angeboten werden, bedeutet das faktisch das AUS für Autogas, oder?

Warum ich außerdem mit dem Aus für LPG rechne:

  • Umrüster nutzen oft die Reserveradmulde für den Einbau des LPG-Zusatztanks. Viele Neufahrzeuge haben diese aber nicht mehr, weil heutzutage einfach ein Repair-Kit mit ausgeliefert wird. Umrüstungen werden ungleich teurer bzw. wird der Kofferraum kleiner.
  • Die neueren Motoren werden vermehrt mit mehr Leistung bzw. mit Turbo-Technik ausgerüstet (z.B. TSI-Motoren), wovon man heute weiß, dass das aufgrund der höheren Verbrennungstemperaturen des Autogas zu Problemen führt.
  • LPG (Liquefied Petroleum Gas) ist leider auch nichts anderes als ein fossiler Brennstoff, der als Nebenprodukt der Erdölraffinierung anfällt. Zwar entsteht bei der Verbrennung weitaus weitaus weniger CO2 als bei Benzin, aber es ist bei weitem nicht CO2-Neutral.
  • Womöglich war die Verlängerung der Steuerbegüstigung bis 2022 nur eine Galgenfrist, da es die Politik versäumt hat, frühzeitig für Sicherheit in diesem Segment zu sorgen und so dem LPG auch noch das Wasser abgrub?

Natürlich gibt es auch noch positive Fakten, aber bis auf den derzeit echt günstigen Preis schwindet die positive Seite.

Ich würde gerne noch weiter mit Autogas durch Europa fahren, ich habe mich daran gewöhnt öfter tanken zu müssen und die Tankstellen auszuwählen. Aber für mich kommt nur noch ein Ab Werk mit LPG ausgestattetes Fahrzeug in Frage, denn bei meinem Audi A3 hab ich ca. 9.000 Euro gegenüber Benzin gespart, aber ca. 7.000 in der Werkstatt gelassen.

Mal sehen was die Zukunft bringt.

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Autogas ab Werk: Opel Zafira

Dienstag, 2. Januar 2018

Opel Zafira Seit 2004 fahre ich mit Autogas durch die Lande und habe die günstigen Preise kennen und schätzen gelernt. Doch nach dem “selbst umgerüsteten” Audi A3 (Landi-Renzo-Anlage) kommt nun der von Skoda umgerüstete Octavia (Vialle-Anlage) in die Jahre. Also muss eine neue Kiste her, natürlich mit Autogas. Doch hier kommt es zu ungeahnten Problemen.

Denn nun soll es ein Familien-Van sein, was Skoda nur in dem völlig übertriebenen SUV-Bereich anbietet (jede Menge PS um das Eigengewicht zu bewegen). Also sehen wir uns nach einer anderen Marke um. Googled man nach “Autogas ab Werk” so erhält man relativ magere Ergebnisse. Teilweise sind die Listen völlig veraltet, zum anderen stimmen sie nicht oder sind erschreckend mager. Denn wir sind erst nach dem 01.11.2017 bei Ford vorbeigeschneit, wo man uns sagte, dass Ford das Autogas “gerade eben” aus dem Programm geworfen hat. Selbst im Konfigurator ist es nicht mehr wählbar.

Der Gattin schwebte zudem eh ein Seat Alhambra vor, für den wir mit unserem Skoda-Autohaus vereinbart haben dort prüfen zu lassen, die Autogas-Option dort prüfen zu lassen – auch wenn “ab Werk” immer besser ist (siehe ADAC-Test). Die Werkstatt beschied uns ernüchterndes: Seat Alhambra ist seit einiger Zeit mit TSI-Motoren ausgerüstet, was “eine Umrüstung auf LPG unmöglich macht”. Ein Schock für die LPG erfahrene Familie. 😉

Also wieder Google bemüht und die Händler direkt kontaktiert: Scheinbar ist Opel der einzige “vernünftige” Anbieter von Autogas ab Werk. Denn Volkswagen hatte LPG ohnehin nur noch für den Caddy vorgesehen, dieses aber nun aus dem Programm genommen bzw. konzentriert sich zukünftig auf CNG. Also nur noch Lada und Dacia… bei allem Respekt. 🙂

So mussten wir den berühmten Opel Zafira mal anfragen. Ein Opel-Händler in Nürnberg errechnete sogar ein ziemlich gutes Angebot mit ca. 6.000 Euro Preisnachlass für einen Neuwagen mit allem Drum und Dran. Doch was tut man wenn die jüngste Dame der Familie bei der Testfahrt sagt “niiiicht dieses Auto kaufen” und der Gesichtsausdruck der ältesten Dame zu der Aussage passt. Da sind Dir als Familienvater die Hände gebunden. 🙂

Ich bin mir sicher dass der Opel Zafira ein Klasse Fahrzeug ist, auch wenn er für einen Van relativ schmächtig wirkt. Wenn man mal bewusst auf dieses Fahrzeug schaut, sieht man dass ziemlich viele davon auf unseren Straßen unterwegs sind. Und ab Werk hat er auch die richtigen Ventile verbaut.

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Der Steuervorteil von Autogas wurde bis 2022 verlängert

Freitag, 20. Oktober 2017

Der Steuervorteil für Autogas wird entgegen des Vorhabens von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) nicht gestrichen, sondern bis 2022 verlängert. Ursprünglich wurde der Steuervorteil für Flüssiggas auf Ende 2021 verlängert, doch das Bundeskabinett hatte beschlossen diesen bereits Ende 2018 auslaufen zu lassen. Der Finanzausschuss des Deutschen Bundestags hat sich Mai 2017 auf eine Verlängerung des Steuervorteils für Autogas (LPG) bis Ende 2022 verständigt.

Autogasnutzer können damit auch künftig von einer vergünstigten Energiesteuer profitieren. Laut Autozeitung.de ist Autogas in Deutschland der wichtigste alternative Kraftstoff. Mit ca. 7.000 Autogas-Tankstellen bundesweit und über 40.000 Tankstellen in Europa hat die Flüssiggaswirtschaft in den letzten 15 Jahren bereits ein flächendeckendes Netz aufgebaut. Aktuell nutzen rund 480.000 Fahrzeuge in Deutschland Autogas (LPG), während es von Erdgas (CNG) nur 100.000 Fahrzeuge gibt.

Quelle: auto-motor-und-sport.de

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Wegen Dieselkrise: Autogas dominiert bei alternativen Antrieben bei Gebrauchten!

Montag, 2. Oktober 2017

Die Verunsicherung nach der Dieselkrise ist groß, die Verbraucher greifen vermehrt zu alternativen Antriebsformen. So vermeldet Autohaus.de dass bei Gebrauchtwagen mit alternativem Antrieb im ersten Halbjahr 2017  der Anteil mit LPG-Antrieb bei 61 Prozent lag (lt. DAT). Auf Platz zweit folgt der Hybridantrieb, welcher einen Anteil von 27 Prozent hat, Erdgas bei 9 Prozent – Elektroantrieb ist mit 4% weiterhin abschlagen. Allerdings kommen alternativ angetriebene Autos insgesamt lediglich auf einen Anteil von 2 % am “rund 3,6 Millionen Fahrzeuge großen Gebrauchtwagenmarkt” des ersten Halbjahres, was ungefähr 72.500 Fahrzeugen entspricht.

Bei den Neuwagen hingegen ist der Anteil der alternativen Antriebe mit drei Prozent bereits höher, aber hier dominieren die Hybridmodelle mit satten 74 Prozent. Elektrofahrzeuge kommen auf 20%, die Autogas-Sparte schafft hier nur magere vier Prozent der Alternativen, doch meist werden die Fahrzeuge erst nach Zulassung auf Autogas umgerüstet, was die Statistik in dieser Hinsicht etwas verzerren dürfte, so Autohaus.de.

Scheinbar schlug bei den Neuwagen die Unsicherheit voll durch, ob der Autogas-Steuervorteil 2018 ausläuft (wurde dieses Jahr aber bis 2022 verlängert) oder doch noch mal verlängert wird. Zudem gibt es aber wohl kaum Möglichkeiten, ein neues Fahrzeug gleich vom Werk mit LPG zu bekommen. Hier ist die Automobilindustrie leider genauso schwerfällig wie beim Elektroantrieb.

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Petition: Kein Auslaufen des Autogas-Steuervorteils schon 2018

Dienstag, 31. Januar 2017

Erst der günstige Preis des Flüssiggas macht diesen klimafreundlichen Kraftstoff trotz der hohen Umrüst-Kosten nutzbar. Doch damit könnte nun Schluss sein, denn der Bund plant die Steuerbegünstigung von LPG statt 2021 schon 2018 aufzuheben! Scheinbar versucht Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) dadurch bis zu eine Milliarde Euro einzusparen, sendet damit aber gerade heute das falsche Signal an die Nutzer alternativer Kraftstoffe!

In Zeiten hoher Benzinkosten ist Autogas sehr gefragt, weil sich die Umrüst-Kosten in Höhe von 2.000 bis 4.000 Euro entsprechend schneller amortisieren. Doch durch die Rücknahme der ursprünglichen Verlängerung bis 2021 geht der Gasbranche ein gehöriges Stück Planbarkeit verloren. Klar, wer investiert schon so viel Geld in sein Fahrzeug, wenn die Preise viel schneller steigen werden als erwartet?

Hinzu kommt, dass 2015 noch versprochen wurde, sich im Rahmen “des Koalitionsvertrags für die weitere Unterstützung des umweltfreundlichen Flüssiggases” einzusetzen. Schließlich möchte die Bundesrepublik die gesteckten Klimaziele auch erreichen, was es unverständlich macht, warum eine Kraftstoffart behindert wird, die weit weniger CO2 freisetzt als das Fahren “auf Benzin” sowie 80% weniger Stickoxide freisetzt als beim Diesel.

Statt dessen wurde nun die Förderung von Erdgas bist 2026 verlängert, obwohl es in Deutschland gerade mal 100.000 CNG-Fahrzeuge gibt gegenüber einer halben Million Fahrzeuge mit Autogasantrieb und einer inzwischen sehr gut ausgebauten Infrastruktur.

Ich finde…

…irgendwie war das ja abzusehen, dass diese Steuerbefreiung irgendwann zurückgenommen wird. Schließlich sollen Subventionen den Anstoß geben, ein Technologie zu nutzen – wenn das dann eine breitere Masse nutzt, ist so ein Anschub nicht mehr nötig, völlig klar. Nur hätte man die Umrüste-Willigen nicht mit dem Endpunkt 2021 “ködern” bzw. diesen dann nicht zurücknehmen dürfen. Wer diese Zeit in seine Planung einbezogen hat, ist jetzt in den Po gekniffen.

Darum sollte man diese Petition unterschreiben: “Autogas Steuervorteil nach 2018 verlängern!

Quelle Spiegel.de

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Audi will Automobil- und Energiemarkt revolutionieren

Dienstag, 19. Februar 2013

Wenn Audi das wirklich so durchzieht, dann wäre das eine Revolution der Automobilbranche und der Treibstoffgewinnung! Denn derzeit investiert der Ingolstädter Autobauer in alternative Energie-Projekte wie z.B. Windkraft um mit dieser Öko-Energie seine Fahrzeuge zu anzutreiben.

Ganzheitliche CO2-Neutrale Mobilität

Grundgedanke hinter dem Projekt mit der Bezeichnung e-tron ist, dass ein Elektrofahrzeug nicht unbedingt umweltschonend ist, wenn dieser Strom mit Kohlekraft- oder gar Atomkraftwerken erzeugt wurde. Darum beteiligt sich Audi z.B. an Offshore-Windparks, die dann die Energie zur Umwandlung von Wasser in Wasserstoff liefern sollen. Dieser Wasserstoff kann dann z.B. auch für Brennstoffzellen-Fahrzeugen verwendet werden – oder, und das ist der Clou, zur Methangewinnung verwendet werden. Dieses Methan (e-Gas) gleicht chemisch dem Erdgas und könnte in dieses Netz eingespeist werden oder auch ein Fahrzeug antreiben. Genauer hier im Film:

Ich finde diese Idee klasse, zumal es damit auch möglich ist, Überkapazitäten im Stromnetz (z.B. bei übermäßigen Wind oder zuviel Sonne im Hochsommer) eingespeichert werden. Sehr schön finde ich auch den Satz im Film “Antworten auf die Frage wie man Ökostrom effizient und ortsunabhängig speichert haben die Stromriesen bislang nicht gefunden oder nicht finden wollen“. Hoffen wir, dass das auch alles so klappt! Denn dann brauchts auch keine Monstermasten durch Franken, denn eine solche Umwandlung in Gas kann auch bei lokalen Windparks durchgeführt werden!

Quelle: aenews.de Windkraft für Audi-Motoren

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Welche Pflichten gibt es im Europäischen Ausland?

Mittwoch, 31. Oktober 2012

Ist eine Fahrt ins Ausland geplant? Dann sollte man heutzutage absolut informiert sein, was in den einzelnen Ländern Pflicht ist, was man an Bord haben muss!

So ist es z.B. in Frankreich seit dem 1. Juli Pflicht, ein Alkoholmessgerät im Wagen mit sich führen!? Was die Sinnhaftigkeit daran sein soll, erschließt sich mir in keinster Weise, denn dieser muss ja auch unbenutzt sein. Das kommt mir so vor, als würde man verlangen einen Scheibenwischer im Auto mitzuführen, aber er darf nicht an der Frotscheibe montiert sein… 😉

Andere Länder sind da weit weniger kreativ. So sind in Luxemburg, Bulgarien und Finnland nur Warnwesten im Auto mit zu führen. In Österreich versucht man dagegen die Autofahrer auszutricksen und verlangt Warnwesten und ein Warndreieck – aber bei den Warnwesten werden so viele benötigt, wie sich Insaßen im Wagen befinden.

Wer den Überblick verloren hat, der findet bei aet-auto.de eine sehr schöne Übersicht (hier)!

Im Übrigen ist auch ein Set Ersatzlampen in manchen Orten Pflicht – interessant wäre hier nur, ob eine dann auch unbenutzt sein darf… womit wir wieder beim Vorhaben der Franzmänner sind! 🙂

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