Welchen Schaden verursachen Staus

Als ich in der letzten Woche eine Stunde für eine Strecke brauchte, für die man sonst nur 23 Minuten braucht, hab ich mich gefragt, welchen Schaden die Staus auf Deutschlands Autobahnen wirklich anrichten!

Christian Kaiser von dasautoblog.com hat das nun veröffentlicht: Laut einer Studie des Verkehrsforschers Frank Schmidt und eines Berichtes der "Bild" vergeuden deutsche Autos auf den Autobahnen pro Jahr 288 Millionen Liter Kraftstoff allein durch Staus. Die Umwelt  werde durch die rund 160.000 Staus im Jahr auf deutschen Autobahnen mit 714.000 Tonnen CO2 zusätzlich belastet.

Die Hauptursachen für die Staus seien laut der Studie Überlastung und fehlender Ausbau der Autobahnen, aber auch Unfälle und das Wetter. Nach Schmids Einschätzung wäre jeder dritte Stau (also insgesamt 50.000 Staus pro Jahr) durch moderne Technik oder schnelleren Ausbau zu vermeiden.

Schaden durch Zeitverlust

Rechnet man nun noch den Verlust ein, der durch die verlorene Zeit entsteht, dann wird es noch teuerer: Nach Berechnungen des ADAC entsteht durch Staus täglich ein Schaden von 250 Millionen Euro. Weiter berichtet der ADAC aber von "33 Millionen Liter Kraftstoff und 13 Millionen Stunden verlorener Zeit", was sich überhaupt nicht mit den Zahlen von Frank Schmidt deckt: Der ADAC käme somit auf 12.045 Millionen Litern Kraftstoff…?

Die Kosten trägt dann die Allgemeinheit – also wir alle! Durch Steuerlast oder Preisaufschläge z.B. werden diese Kosten dann weitergegeben.

Das Ziehharmonika-Prinzip

Allerdings erforschte der ADAC gründlich wie Staus entstehen: Durch "eine Art Ziehharmonika-Prinzip"! Demnach hielten die Fahrer unterschiedlich lange Abstände zum Vordermann und hätten somit unterschiedliche Reaktionszeiten beim Bremsen. Das typische Szenario sei, wenn ein Fahrer in einer solchen Kolonne spät bremst, müsse der nachfolgende bei geringem Abstand schon stärker verzögern, bis einer weiter hinten ganz anhalten müsse – schon herrsche Stillstand.

Oft sei auch "Deutschlands häufigstes Schild auf Autobahnen": Tempo 80 (mit dem Zusatz bei Nässe) die Bremsursache, da viele Autofahrer auch bei trockener Straße irrtümlich auf die Bremse stiegen. Weitere Ursachen seien aber auch Drängler, die in die kleinste Lücke hüpfen, Baustellen, überhöhte Geschwindigkeit bei Nebelbänken, Fahranfänger, liegengebliebene Fahrzeuge und natürlich Gaffer!

Quelle RP-Online

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Geisterfahrer: Wenden für Kurzentschlossene

Beim Stoibär (und der hat es von iRaff) hab ich dieses Filmchen einer Verkehrs-Überwachungkamera gefunden, wahrscheinlich irgendwo in Russland:

Wirklich unglaublich, das da nichts passiert ist!!

Mich würde wirklich mal interessieren, in welchem Land das aufgenommen wurde. Für Russland schaut mir das alles zu modern aus, obwohl ja mal ein Lada durchs Bild fährt. Vielleicht ist es auch Griechenland, wo man es ja bekanntlich ausserhalb der größeren Städte auch nicht so genau nimmt mit den Verkehrsregeln. Ich bin ja am 20.12. in Larissa, da werd ich mal schauen, wie die da fahren! 🙂

Hoffentlich kommen diese Fahrer nie nach Nürnberg, schon gar nicht, wenn der Beckstein-Tunnel fertig ist…

 

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Unwirksame Diesel-Rußpartikelfilter eingebaut

Zehntausende PKWs in Deutschland sind mit unwirksamen Russpartikelfiltern nachgerüstet worden. Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat mindestens drei Herstellern die Betriebsgenehmigung für die Diesel-Filter entzogen, wie der dpa in Regierungskreisen bestätigt wurde.

Die Halter von etwa 40.000 Autos, in die die unzureichenden Filter bereits eingebaut wurden, seien davon betroffen. Bei einem der drei Unternehmen (Gladbecker Rußfilter-Hersteller GAT) ermittelt sogar die Staatsanwaltschaft wegen Betrugsverdachts. Die Frage der Haftung oder des Schadensausgleichs ist bislang völlig ungeklärt. Quelle WELT-Online

Vergölst tauscht „Betrugsfilter“ kostenlos aus

reifenpresse.de berichtet aber, dass Vergölst sämtliche Rußpartikelfilter der Hersteller GAT, Bosal und Tenneco/Walker, die von einem seiner Fachbetriebe eingebaut worden sind, umsonst austauscht. Die Continental-Tochter werde als Ersatz Vergölst Nachrüstsätze des Herstellers „Twintec“ einbauen, deren hohe Wirksamkeit erst kürzlich durch mehrere TÜV bestätigt worden ist.

Jetzt wissen wir wenigstens, warum das Finanzamt trotz Rußfilter immer zu hohe KFZ-Steuer kassiert hat… 🙂

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Wieviele Autogasfahrer und Autogastankstellen gibt es?

Irgendwie ist man ständig auf der Suche nach den aktuellen Zahlen und man wird auch ständig danach gefragt: “wie hoch ist die Anzahl der LPG-Nutzer?”. Darum hab ich das jetzt hier mal rausgesucht:

Mit dem “Alternativkraftstoff Nummer 1” waren (Stand Ende März 2007) ca. 135.000 Autogas-Fahrzeuge unterwegs und somit fast doppelt so viele wie im Vorjahr (Stand März 2006 70.000 KFZ)! Prognosen rechnen im Verlauf des Jahres 2007 sogar noch mit 200.000 LPG-Autos!

Bei den Erdgasfahrzeugen waren es im März 2007 dagegen “nur” 70.000 Erdgasfahrer, aber damit auch gut doppelt so viele wie im März 2006!

LPG-Tankstellennetz wird immer dichter

In Deutschland gibt es derzeit ca. 4.000 Autogas-Tankstellen! Für Erdgas gibt es knapp 1.000 “Kraftstoffbezugstellen” (Quelle Spiegel Online)!

Wer viel in Europa unterwegs ist, hat auch mit Autogas recht gute Karten: In Polen gibt es 5.900 Tankstellen, in den Niederlanden 2.100 und in Frankreich 1.800! Aber selbst Großbritannien, Belgien und vor allem Italien (da heißt es GPL) “verfügen über sehr gute Versorgungsnetze mit entsprechenden Tankstellen”.

CO2-Sparer Autogas

Experten haben errechnet, dass sich durch die Nutzung von Flüssiggas in Deutschland 2006 eine CO2-Minderung von 125.000 Tonnen ergeben hat. Bei  den prognostizierten 200.000 Autogas-PKWs werden es dann in 2007 sogar 195.000 Tonnen weniger CO2 in unserer Luft sein. Durch den Betrieb mit Autogas stösst ein PKW nämlich “zwischen 15 % und 20 Prozent” weniger Kohlendioxid aus, was in Anbetracht der Feinstaub-Fahrverbote in den Innenstädten (Feinstaubverordnung / Welche Autos bekommen eine Plakette) nicht zu verachten ist.

Quelle der Zahlen: fluessiggas-magazin.de

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Benzinpreis ein Witz?

Naja, so wie das zur Zeit ist, kann man es nur mit Humor nehmen:

Gestern Abend verlangte meine Frau von mir, dass ich sie an einen teuren Ort ausführen solle. Da habe ich sie halt zur Tankstelle mitgenommen!

Auch beim Autogas steigen die Preise, trotzdem ist LPG immernoch entschieden billiger als Benzin, Super und Diesel!

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Stau-Prognose: Nur eine Selbstzerstörende Prophezeiung?

Davon träumt jeder Autofahrer: Schlauer sein als all die anderen! Vor der Fahrt im Internet nachschauen, ob sich auf der geplanten Route etwas staut und in diesem Falle dann eine ander Route wählen!

So oder so ähnlich soll es nun in Nordrhein-Westfalen möglich sein! Das SWR3-Verkehrsteam will mit Hilfe einer "computergestützten Online-Prognose" eine Sieben-Tage-Vorhersage für die Autobahnen über das Internet ins Leben rufen.

Unter autobahn.nrw.de findet man eine Karte der kompletten 2.250 Autobahn-Kilometer in NRW (aufgeteilt in Regionen und Städte). Ist ein Abschnitt hellgrün  eingezeichnet, kann man fahren – Dunkelgrün bedeutet "viel los" – Gelb "Stockender Verkehr" und rot natürlich "Stau"!

Durch rund 2.500 stromdurchflossene Drahtschleifen in der Fahrbahn (Induktionsschleifen) werden die Anzahl der Fahrzeuge und deren Geschwindigkeit an das Programm übertragen, dort analysiert, ausgewertet, verglichen und hochgerechnet – fast wie bei einer Wahlprognose. Das ursprüngliche Forschungsprojekt der Uni Duisburg-Essen kann nun mit der erstaunlichen "Prognose-Genauigkeit" von 90 Prozent im Schnitt, täglich ca. 25.000 Internet-Zugriffe registrieren – "bei extremen Wetterlagen – zum Beispiel Schneechaos – steigen die Klicks sogar bis auf 300.000 pro Tag". (Quelle swr3.de)

Selbstzerstörende Prophezeiung?

Ich muss sagen, so gerne ich auf solche Informationen zurückgreifen würde, denke ich nicht, dass es funktionieren wird: Aufgrund der selbstzerstörende Prophezeiung, einem Begriff aus der Soziologie. Gehen wir nämlich davon aus, dass es durchaus möglich ist, einen Stau vorherzusagen: Am Samstag ist ein ausverkauftes Fussballspiel im Max-Morlock-Stadion, eine Baustelle bei Nürnberg-Fischbach und Ferienbeginn in Hessen! Mit größter Sicherheit wird dann auf der A9 Stau sein.

Wenn das Programm aber nun so gut funktioniert, dass sich jeder vor dem Start auf dieser Seite informiert und die Induktionsschleifen einfach z.B. durch ein erhöhtes Verkehrsaufkommen auf einen baldigen Stau schliessen, wird dieser Stau nicht zustande kommen, da viele Autofahrer dieses Gebiet umfahren. Das Verkehrsaufkommen sinkt also plötzllich und die Ausweichrouten sind dagegen verstopft. Die Folge wird sein, dass man sich auf das System nicht verlassen kann.

Das ist quasi genauso, als wenn man vor einem Autounfall gewarnt wird, der dann nicht eintritt. War die Prognose falsch, oder ist man durch die drohende Vorhersage vorsichtiger gefahren?

Ich bin aber trotzdem bereit, das System erst Mal zu testen, bevor ich es verdamme! Denn vielleicht bleibt es ja ein Geheimtipp und ich bin dadurch dann schneller zu Hause. Man darf also gespannt sein!

via alleswasbewegt.de

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Schilderwald

Wenn Sie mal gefragt haben sollten, warum Autos einen Rückwärtsgang haben, dann hat Raffaele für Sie die Antwort:

Warum Autos einen Rückwärtsgang haben

Herrlich ist beim ihm auch das Ortsschild eines Dörfchens (liegt in der Schweiz, im Wallis), was in vielen Ländern wohl falsch verstanden werden würde!

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